KINOPROGRAMM


Hier präsentieren wir die Filme für den Zeitraum November und Dezember 2019 sowie das Programmheft als PDF-Dokument zum kostenlosen Download.

Die Veranstaltungsorte & Eintrittspreise:

- Kinosaal Guckguck, Linzerstr. 1, 3300 Amstetten
Eintritt: € 7,- für Erwachsene, € 4,- für SchülerInnen und Studierende
Reservierung: <Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, zum Ansehen müssen Sie in Ihrem Browser JavaScript aktivieren.>

- Rathaussaal Amstetten, Rathausstraße 1, 3300 Amstetten
Eintritt: € 7,- für Erwachsene, € 4,- für SchülerInnen und Studierende
Keine Reservierung möglich!

Legende:

dF = deutsche Fassung
OmU = Originalfassung mit deutschen Untertiteln





UNSERE GROSSE KLEINE FARM / THE BIGGEST LITTLE FARM-Unsere große kleine Farm Unsere große kleine Farm Zoom

UNSERE GROSSE KLEINE FARM / THE BIGGEST LITTLE FARM

Dienstag, 03.12. (dF) | Mittwoch, 04.12. (OmU) | 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: John Chester, USA, 2018, 91 min.

The Biggest Little Farm zeigt, wie ein Wildlife-Filmemacher und eine Foodbloggerin ödes Land in einen fruchtbaren Bauernhof verwandeln. Ein Glücksfall von einem Film, auch wegen der noch nie gesehenen Aufnahmen von Wildtieren am Bauernhof. Einfach wunderbar!

„Alle sagten uns, die Idee wäre verrückt“, hören wir zu Beginn des Films und werden zurückgeführt ins Jahr 2010. Damals beschlossen John und Molly, das kleine Apartment in Santa Monica hinter sich zu lassen und sich eine Farm aufzubauen. Schließlich kauften sie nördlich von Los Angeles 81 Hektar aufgegebenes Land. Der Boden war ausgelaugt, das Areal artenarm und weithin umgeben von Monokulturen.

Die folgenden acht Jahre, in denen das Land unter Begleitung von Alan York, einem Pionier der biodynamischen Landwirtschaft, wieder fruchtbar gemacht werden soll, hat Chester filmisch dokumentiert. Auf dem Weg zum Bilderbuchbauernhof durchleben wir Glücksmomente und kleine Erfolge, aber auch Niederlagen und Rückschläge wie z.B. Dürre, Starkregen, eine Schneckenplage und eine Schweineinfektion. Was John und Molly dabei von Alan York lernen: Wenn sie auf Gift verzichten und ein Gleichgewicht schaffen wollen, dann lassen sich Probleme nur durch beharrlichen Versuch, Irrtum und eine genaue Beobachtung der Natur lösen.
Alles und jeder hier hat eine Rolle, so wie es immer wieder heißt: „Jeder Nützling ein Schädling“. An John und Molly liegt es, behutsam zu steuern und korrigierend einzugreifen.

Die Sau Emma spielt nicht nur im Film eine gewichtige Rolle, sondern wurde mittlerweile auch zur Protagonistin des Kinderbuches „Saving Emma The Pig“.

Foto: © PROKINO Filmverleih







BRITT-MARIE WAR HIER-Britt-Marie war hier Britt-Marie war hier

BRITT-MARIE WAR HIER

Dienstag, 10.12. (dF) | Mittwoch,11.12. (dF) | 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Tuva Novotny, Schweden, 2019, 97 min.

Man muss sich nicht mit einem Leben arrangieren, in dem Trott und Gewohnheit die einzigen Begleiter sind. Es ist möglich, sich auch noch in späten Jahren neu zu erfinden, wenn der Moment, in dem man wirklich zu leben beginnt, nicht von Alter oder Umständen beeinflusst wird, sondern selbst bestimmt ist.

Britt-Marie (Pernilla August) versteht nichts von Fußball. Sie weiß nur, dass es ihr Mann Kent immer eifrig im Fernsehen angesehen hat. Damals, als sie noch mit ihm verheiratet war und dachte, dass sie einander bis zum Tod begleiten würden. Aber als sie herausfindet, dass er sie schon seit geraumer Zeit betrügt, verlässt sie ihn und zieht in die Kleinstadt Borg. Hier sucht sie nun nach Arbeit, trotz ihrer mittlerweile 63 Jahre. Und der einzige Job, den die kleine Stadt für sie bereithält, nämlich den der Trainerin für die Fußballnachwuchsmannschaft, wird eine große Herausforderung für sie. Aber wie bei allem in ihrem Leben stellt sie sich auch dieser neuen Aufgabe mit Hingabe.

"Britt-Marie war hier" ist ein ruhiger Film, passend zu dem kleinen Städtchen, in dem er spielt. Zu sehen ist auch eine Vielzahl an interessanten Figuren, die im Wechselspiel mit der Protagonistin allesamt ihre kleinen Macken und Eigenheiten offenbaren. Und all das macht die Geschichte sehr authentisch. Denn im Kern geht es um sehr reale Ängste und Probleme, nämlich um das Älterwerden und die damit einhergehende Angst, allein zu sein. Der Film zeigt auf angenehme Weise, dass es nie zu spät ist, das Ruder noch einmal herumzureißen.

Einer der charmantesten Filme der letzten Jahre, der eigentlich von einem ganz normalen, kleinen Leben erzählt, aber so viel mehr zu bieten hat.

Foto: © Filmladen Filmverleih







DER UNVERHOFFTE CHARME DES GELDES / LA CHUTE DE L'EMPIRE AMÉRICAIN-Der unverhoffte Charme des Geldes Der unverhoffte Charme des Geldes Zoom

DER UNVERHOFFTE CHARME DES GELDES / LA CHUTE DE L'EMPIRE AMÉRICAIN

Dienstag, 17.12. (dF) | Mittwoch, 18.12. (OmU) | 19.30 Uhr im Guckguck
Drehbuch u. Regie: Denys Arcand, Kanada, 2018, 118 min.

Paketfahrer Pierre-Paul Daoust (Maxim Roy) hat eine Theorie: Intelligenz ist dem guten Leben abträglich -  wer zu klug ist, kommt nicht voran. Pierre-Paul selbst ist das beste Beispiel: Er hängt in seinen Überlegungen fest, mit ödem Job, mickrigem Einkommen – und dann verlässt ihn seine Freundin. Einen größeren Verlierer als Pierre- Paul könnte man sich kaum denken, da hilft der ganze Aristoteles nicht, den er parat hat.

Aber dann findet er zwei große Sporttaschen, die auf einem Parkplatz liegen geblieben sind. Sie sind voll mit Unmengen voll Geld. Was tut ein Paketfahrer mit Unmengen voll Geld?
Das Geld, das Pierre-Paul in die Hände fiel, ist natürlich heiß, es interessiert Gangster und Polizei. Und in so einer Situation macht es dann doch einen Unterschied, über welches Maß an Intelligenz man verfügt. Und mit Hilfe eines gerade aus dem Knast entlassenen Offshore-Bankers und einer neuen, teuren Freundin gelingt es ihm, ein System auszutricksen, in dem alles nur auf Erfolg und Geld ausgerichtet ist.

Ein brillanter Film – und urkomisch. (Elle)
Witzig und spannend! (The New York Times)
Dieser Film macht Spaß! (KinoKino)

Foto: © Polyfilm Filmverleih







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