KINOPROGRAMM


Hier präsentieren wir alle Filme für den Zeitraum Jänner und Februar 2019 im Überblick sowie das Programmheft als PDF-Dokument zum kostenlosen Download.

Die Veranstaltungsorte & Eintrittspreise:

- Kinosaal Guckguck, Linzerstr. 1, 3300 Amstetten
Eintrittspreise: € 7,- für Erwachsene, € 4,- für Schüler & Studenten
Reservierung: <Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, zum Ansehen müssen Sie in Ihrem Browser JavaScript aktivieren.>

- Rathaussaal Amstetten, Rathausstraße 1, 3300 Amstetten
Eintrittspreise: € 7,- für Erwachsene, € 4,- für Schüler & Studenten
Keine Reservierung möglich!

LE FILS DE JEAN / DIE KANADISCHE REISE-Die kanadische Reise Die kanadische Reise Zoom

LE FILS DE JEAN / DIE KANADISCHE REISE

Dienstag, 08.01. | Mittwoch, 09.01. (OmU) | 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Philippe Lioret, Frankreich/Kanada, 2016, 98 min., ab 16 Jahren!

Die kanadische Reise wurde von einem Roman des Schriftstellers Jean-Paul Dubois inspiriert und ist ein sehr zurückhaltender Film.
Nach und nach tasten wir uns an der Seite Mathieus vor und müssen erkennen, dass vieles in Wahrheit komplizierter ist, als wir es gerne hätten. Die nuancierten Darstellungen der Hauptprotagonisten verschmelzen zusammen mit den komplexen Beziehungen und den schönen Bildern zu einem wunderbaren Drama, das zum Ende hin auch berührend ist, ohne dabei seinen ruhigen, unaufgeregten Charakter aufzugeben.

Der 33-jährige Mathieu (Pierre Deladonchamps) lebt und arbeitet in Paris, versucht sich nebenberuflich als Autor und bemüht sich sehr, vor lauter Arbeit seinen Sohn nicht zu vergessen, der seit seiner Scheidung bei seiner Ex- Frau lebt. Da erhält er einen unerwarteten Anruf: Sein Vater, den er nie gekannt hat, ist in Montreal gestorben und hat ihm ein Päckchen hinterlassen.
In der Hoffnung, mehr über seinen Vater zu erfahren, reist er daraufhin nach Kanada, um an der Beerdigung teilzunehmen. Dort angekommen lernt er zunächst Pierre (Gabriel Arcand) kennen, den besten Freund seines Vaters, so wie Angie, Pierres Frau und dessen Tochter Bettina. In Pierres Haus stößt Mathieu auf warmherzige
Gastfreundschaft. Der schwierige Teil steht ihm natürlich noch bevor: Er will seine Halbbrüder Sam und Ben und deren Mutter treffen. Die wissen allerdings gar nichts von seiner Existenz ...

„Ein wunderschöner Film!“
(Variety)

„Hervorragend durchdachter Film über eine faszinierende Familienkonstellation, der von exzellenten Darstellern getragen wird.“
(filmstarts.de)

Foto: © Polyfilm Filmverleih


KAFFEE MIT MILCH UND STRESS-Kaffee mit Milch und Stress Kaffee mit Milch und Stress Zoom

KAFFEE MIT MILCH UND STRESS

Dienstag, 15.01. | Mittwoch, 16.01. | 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Dome Karukoski, Finnland, 2014, 103 min.

Früher war alles besser. Da baute der Mann ein Haus, die Frau kümmerte sich um die Kinder, Banker waren ehrlich und Autos für die Ewigkeit gebaut. Man arbeitete hart, kam gemeinsam in die Jahre und war am Ende seines Lebens füreinander da.

Nun aber besucht der grummelige alte Mann seine Frau jeden Tag im Krankenhaus, und sein roter Ford Escort ist alles, was ihm geblieben ist. Und als der alte Mann eines Tages stürzt und kaum noch gehen kann, wird er zu seinem Sohn und dessen Frau in die Stadt verfrachtet. Und dort treffen Welten aufeinander. Das moderne Leben ist dem Alten zuwider und zu technisch, die Schwiegertochter ist ihm zu dominant, der Sohn ist ihm nicht Mann
genug. Es dauert nicht lange, und die Zwangsgemeinschaft steht vor dem Kollaps. Doch hinter dem wütenden alten Herrn steckt mehr, als die Jungen dachten. Und auch der alte Mann beginnt zu spüren dass er noch eine ganze Menge lernen kann ...

Dem finnischen Regisseur ist mit einfachen Mitteln und reduziertem Stil eine sehr berührende Tragikomödie gelungen. Es ist eine Geschichte über das Altwerden, das Alleinsein und über eine tiefe Liebe, die man immer spüren kann, auch wenn man sie nicht zeigen muss.

Foto: © Filmladen Filmverleih

HALAL DADDY / HALALELUJA - IREN SIND MENSCHLICH!-Halal Daddy / Halaleluja – Iren sind menschlich! Halal Daddy / Halaleluja – Iren sind menschlich! Zoom

HALAL DADDY / HALALELUJA - IREN SIND MENSCHLICH!

Dienstag, 22.01. | Mittwoch, 23.01. (OmU) | 19.30 Uhr im Guckguck
Drehbuch u. Regie: Conor McDermottroe, IRL/D/F, 2017, 95 min.

In dieser Multi-Kulti-Komödie ergeben sich die meisten Missverständnisse zwischen den Ethnien durch Ignoranz und Vorurteile, sowohl bei den Iren als auch beim indischen Daddy.

Der junge Inder Raghdan (Nikesh Patel) hat vor einiger Zeit Reißaus vor seinem Vater (Art Malik) genommen, als dieser ihn mit einer Cousine zweiten Grades verheiraten wollte. Seither lebt er bei seinem Onkel in Sligo, einem kleinen irischen Küstenstädtchen. Er hat neue Freunde gefunden, surft gerne und hat seine große Liebe kennen gelernt: Maeve, ein irisches Mädchen.
Aber eines Tages steht plötzlich sein Vater vor der Tür und hat Zukunftspläne für Raghdan: Er soll zusammen mit seinem Vater aus einem stillgelegten Schlachthof in Sligo einen Halal-Betrieb machen. Von der Aussicht auf ein geregeltes Einkommen verlockt, lässt sich Raghdan zu dem Schlachthausprojekt überreden. Natürlich beginnen damit neue Schwierigkeiten, und weitere Reibereien zwischen ihm und seinem Vater sind vorprogrammiert.

Raghdan bringt ein anschauliches Beispiel dafür, weshalb er nirgends dazugehört und immer den Eindruck hat, fehl am Platz zu sein: Für die Engländer gilt er als Pakistani, für die Pakistanis als Inder und für die Inder als Moslem. Er steckt wieder in Schwierigkeiten, aber diesmal ergreift er nicht die Flucht. Es gelingt ihm, die Stärken der beteiligten Ortsbewohner sinnvoll einzusetzen und bemüht sich um ein friedliches Miteinander inmitten der kulturellen Vielfalt.

Foto: © Luna Filmverleih

THE GREEN LIE - DIE GRÜNE LÜGE-The Green Lie – Die grüne Lüge The Green Lie – Die grüne Lüge Zoom

THE GREEN LIE - DIE GRÜNE LÜGE

Dienstag, 29.01. | Mittwoch, 30.01. | 19.30 Uhr im Guckguck
Dokumentation; Drehbuch u. Regie: Werner Boote, Österreich, 2017, 97 min.

Werner Boote möchte in „The Green Lie“ jene Lügen aufdecken, mit denen man es als ökologisch bewusster Konsument zu tun hat.

Greenwashing oder Greenwash (im übertragenen Sinn: Sich ein grünes Mäntelchen umhängen) ist eine kritische Bezeichnung für PR-Methoden, die darauf zielen, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen, ohne dass es dafür eine hinreichende Grundlage gibt.

Der Regisseur Werner Boote, der vor Jahren in „Plastic Planet“ einem in der Natur nahezu unverrottbarem Material nachgespürt hat, führt zusammen mit Kathrin Hartmann („Aus kontrolliertem Raubbau, 2015) in einer Art Doppelconference durch den Film: Boote spielt den bemühten, aber naiven Bürger, der im Supermarkt verzweifelt, weil Hartmann ihn darüber aufklärt, dass es gar kein nachhaltiges Palmöl gibt, da für dieses immer Regenwald gerodet werden müsse. Während Boote schon mutlos über dem Einkaufswagen hängt, klärt Hartmann ihn auf, dass auch den vielen Öko-Labels, die einen fairen und schonenden Produktionsverlauf versprechen, immer nur bedingt zu vertrauen sei.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, reist das Duo also an jene Orte, an denen Shrimps, Chips, Fleisch oder Getreide für unseren Markt produziert werden. Und dort werden sie von unangenehmen Überraschungen erwartet ...

Routiniertes Infotainment mit Aufrütteleffekt!

Foto: © Filmladen Filmverleih

NORMANDIE NUE / EIN DORF ZIEHT BLANK-Normandie nue / Ein Dorf zieht blank Normandie nue / Ein Dorf zieht blank Zoom

NORMANDIE NUE / EIN DORF ZIEHT BLANK

Dienstag, 05.02. | Mittwoch, 06.02. (OmU) | 19.30 Uhr im Guckguck
Drehbuch u. Regie: Philippe Le Guay, Frankreich, 2018, 110 min.

Eine von viel Sympathie für die Notlagen der französischen Bauern getragene Tragikomödie, die nicht nur unterhält, sondern auch berührt.

Es lief schon einmal besser für die Bewohner des kleinen Städtchens Mele-sur-Sarthe in der Normandie.
Die Landwirtschaftskrise greift um sich, die Bauern sind verschuldet, die Einnahmen der Stadt gehen gegen Null. Doch der Bürgermeister Georges Balbuzard (Francois Cluzet) weigert sich aufzugeben. Und als der schrullige Fotograf Blake Newman zu Besuch kommt, sieht Georges eine große Chance für seine Stadt. Newman hat sich nämlich in ein Feld vor der Stadt verliebt und es soll sein nächstes Motiv werden. Und die Stadtbewohner gleich mit. Denn Newman ist berühmt für die Aufnahmen nackter Menschen eingebettet in eine Landschaft. Georges erhofft sich von den Fotos eine Menge öffentlicher Aufmerksamkeit für seine Stadt und ihre Probleme. Allerdings hat er die Rechnung ohne die Bewohner der Stadt gemacht: Die wollen nämlich nicht nackt posieren, schon gar nicht vor einem Fremden.

Mit diesem Streifen, über dessen dümmlichen deutschen Titel wir hinwegsehen wollen, ist dem Regisseur ein erfrischend leichter und herzerwärmender Feelgood-Film gelungen, der im Kern auch wichtige gesellschaftliche Themen anspricht und diese augenzwinkernd in die Geschichte einwebt. So wird die Landwirtschaftskrise ebenso behandelt wie die steigende Zahl der Stadtbewohner, die aufs Land ziehen und dort augenscheinlich Fremdkörper sind. Auch der Begriff der Heimat und seine Bedeutung spielt eine große Rolle.

Ein spritziges Kinoerlebnis voller Herz und Charme.

Foto: © Filmladen Filmverleih

A CASA TUTTI BENE / ZU HAUSE IST ES AM SCHÖNSTEN-A Casa Tutti Bene / Zu Hause ist es am schönsten A Casa Tutti Bene / Zu Hause ist es am schönsten Zoom

A CASA TUTTI BENE / ZU HAUSE IST ES AM SCHÖNSTEN

Dienstag, 12.02. | Mittwoch, 13.02. (OmU) | 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Gabriele Muccino, Italien, 2018, 105 min., ab 16 Jahren!

Familienfeiern sind ebenso unberechenbar wie das Wetter. Wenn die liebe Verwandtschaft zusammenkommt, kann die Katastrophe so schnell hereinbrechen wie ein Sommergewitter…

Die Idee war schön, keine Frage. Zur Goldenen Hochzeit wollen sich Alba und Pietro noch einmal das Jawort geben und laden dazu die gesamte engere Verwandtschaft in ihr Haus auf der idyllischen Insel ein. Aber es dauert nicht lange, bis sich alle streiten.
So muss Sohn Carlo unter den Eifersuchtsszenen seiner Frau Ginevra leiden, die so gar nicht begeistert ist, das auch Carlos Ex-Frau am Fest teilnimmt. Sohn Nummer zwei, Paolo, fängt unterdessen eine Affäre mit der verheirateten Cousine Isabella an. Und auch bei Tochter Sara und ihrem Mann Diego läuft nicht alles so richtig.
Nur mit Müh und Not überstehen alle heil den Tag, als sie die schockierende Nachricht ereilt: Ein Sturm zieht auf, keiner kann vorerst die Insel verlassen. Während Alba versucht, die Idylle aufrechtzuerhalten, kann Pietro es kaum erwarten, bis die verrückte Verwandtschaft wieder mit der Fähre verschwunden ist. Alte Geschichten, neue Liebe und Eifersüchteleien schwappen mit voller Wucht aus jedem heraus ...

Dem Regisseur gelingt das Kunststück, keine seiner Figuren lächerlich zu machen, denn es geht hier nicht um die schnellen Lacher. Vielmehr offenbart der durchaus unterhaltsame Film ein traurige Wahrheit: Das Leben hält seine Versprechungen oft nicht ein. Aber neben dem gemeinsamen Streiten stehen das gemeinsame Singen und das gemeinsame Lachen ganz oben auf der Tagesordnung dieser Familie.

Foto: © Filmladen Filmverleih

SWIMMING WITH MEN-Swimming with Men Swimming with Men

SWIMMING WITH MEN

Dienstag, 19.02. | Mittwoch, 20.02. (OmU) | 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Oliver Parker, Großbritannien, 2018, 97 min.

Wir haben es hier wohl mit einer der ungewöhnlichsten Sportkomödien zu tun, die jemals gedreht wurde, und die Synchronschwimmer verbreiten mit ihrem nassen Teamwork über als auch unter Wasser gute Laune.

Für den mittelalten Buchhalter Eric (Rob Brydon) hat das Berufs- und Eheleben jeglichen Reiz verloren. Erst wenn er nach Feierabend im Schwimmbad seine einsamen Runden zieht, beginnt er aufzuleben. Beim Untertauchen hat er dort am Beckengrund bereits öfter Sichtkontakt mit einer Männergruppe aufgenommen, deren Mitglieder im Schneidersitz die Luft anhalten. Als sich die Badegenossen auch über Wasser näher kommen, erkennen die Männer in Eric einen Seelenverwandten. Außerdem bräuchten sie noch einen Achten im Team, um ihre komplizierten Figuren im Wasser symmetrisch hinzubekommen: Es handelt sich nämlich tatsächlich um eine Männersynchronschwimmtruppe.

So wird Eric also Teil eines Clubs, der als Protest gegen die Sinnlosigkeit des Lebens gegründet wurde und sogar über eigene Statuten verfügt, die z. B. besagen, dass jeder Teilnehmer während der Zeit im Wasser seine Sorgen
vergessen und nichts über sein Privatleben erzählen soll. Und als die männlichen Wasserballettratten erfahren, dass es wirklich so etwas wie eine inoffizielle Weltmeisterschaft für männliche Synchronschwimmer gibt, werden sie nach einigem Zögern vom Ehrgeiz gepackt. Sie planen wagemutig, an der WM in Mailand teilzunehmen und lassen sich in der verbleibenden Zeit von einem weiblichen Coach auf Vordermann bringen.

Britischer Humor von seiner besten Seite!

Foto: © Thimfilm

CAMPEONES / WIR SIND DIE CHAMPIONS-Campeones / Wir sind Champions Campeones / Wir sind Champions

CAMPEONES / WIR SIND DIE CHAMPIONS

Dienstag, 26.02. | Mittwoch, 27.02. (OmU) | 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Javier Fesser, Spanien, 2018, 120 min.

Eine Hommage an Außenseiter, die ihre vermeintlichen Schwächen in Stärken verwandeln.

Was hätte wohl aus Marco werden können, wenn er um circa 30 cm größer wäre? Vielleicht ein erfolgreicher Basketballprofi, denn an Geschick, Ehrgeiz und Angriffslust fehlt es ihm nicht. Aber mit seinen rund 160 cm hat Marco es nur zum zweiten Trainer einer Basketballmannschaft geschafft.

Und irgendwie läuft es in seinem Leben gerade nicht so gut. Bei Erfolgen seines Teams heimst er als Co-Trainer kein Lob und keine Anerkennung ein, und seine Ehe steht kurz vor dem Aus. Frustriert über sein Schicksal benimmt er sich unausstehlich, beschimpft sein Team und wird vom Feld geschmissen. Als er schließlich von seinem Verein gefeuert wird, betrinkt er sich und verursacht einen Autounfall, was ihm eine Gerichtsverhandlung beschert. Und das Gerichtsurteil ist so gar nicht nach seinem Geschmack:
Er soll in seiner Freizeit gemeinnützig eine Basketballmannschaft bestehend aus Menschen mit geistiger Behinderung trainieren. Aber was ihm zuerst wie eine Strafe vorkommt, stellt sich bald als inspirierende Tätigkeit heraus, die es ihm ermöglicht, aus seiner eigenen Existenzkrise auszubrechen.

Wie es Marco dabei geht, und wie er seine Aufgabe bewältigt, das erzählt der Regisseur mit einer unnachahmlichen Leichtigkeit.
Ein sehr witziger und geglückter Film über das Arbeiten mit intellektuell beeinträchtigten Menschen. Jeder eine Persönlichkeit, jeder auf seine Art ein Lehrer fürs Leben.

Foto: © Filmladen Filmverleih

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