SOMMERKINO


Hier präsentieren wir alle Perspektive Sommerkino-Filme im Juli 2019 im Überblick sowie das Programmheft als PDF-Dokument zum kostenlosen Download.

Der Veranstaltungsort & die Eintrittspreise:

- Pfarrsaal St. Marien, Südtiroler Str. 1, 3300 Amstetten
Eintritt: € 9,- für Erwachsene; € 7,- für SchülerInnen und Studierende

Bei Schlechtwetter finden alle Filmvorführungen im Pfarrsaal statt.
An allen drei Filmabenden erhalten Sie mit dem Kauf Ihrer Eintrittskarte eine kleine kulinarische Aufmerksamkeit.

Platzreservierung per E-Mail an <Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, zum Ansehen müssen Sie in Ihrem Browser JavaScript aktivieren.>

Legende:

dF = deutsche Fassung
OmU = Originalfassung mit deutschen Untertiteln



WEIT. DIE GESCHICHTE VON EINEM WEG UM DIE WELT-Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt Zoom

WEIT. DIE GESCHICHTE VON EINEM WEG UM DIE WELT

Mittwoch, 10. 07. (dF) | 18.30 Uhr im Pfarrsaal
Regie und Hauptdarsteller: Patrick Allgaier, Gwendolin Weisser; Deutschland, 2017, 129 min.

Diese Reisedokumentation macht definitiv Lust auf die große weite Welt, und so mancher wird nachher am liebsten seinen Rucksack packen wollen.

Im Frühjahr 2013 beginnen der 29-jährige Patrick und seine 20-jährige Freundin Gwen von ihrer Heimatstadt Freiburg aus ihre Reise in östlicher Richtung. Der Weg führt sie zunächst durch den Balkan und den Kaukasus in den Iran, über Pakistan nach Indien und Nepal, nach China und die Mongolei.
In Irkutsk erfährt das Paar, dass Gwen schwanger ist. Die beiden beschließen, ihr Kind nicht in Deutschland zu bekommen, sondern in Mexiko, und reisen mit einem Frachtschiff von Japan aus nach Mittelamerika, wo sie einen alten VW-Bus in einen Mini-Wohnwagen umbauen. Im Frühling 2015 kommt Sohn Bruno zur Welt, und selbstverständlich bekommt die Reise nun neue Akzente und einen anderen Rhythmus, aber sie geht weiter. Als die Familie wieder zurück in Europa ist, legt sie von Barcelona aus die letzte Wegstrecke zu Fuß zurück.

Insgesamt dauerte die Weltreise über drei Jahre; die Strecke betrug fast 100 000 km und wurde per Anhalter, Bus, Zug, Schiff oder zu Fuß zurückgelegt. Auf das Verkehrsmittel Flugzeug wurde bewusst verzichtet.

Gwen Weisser und Patrick Allgaier, der vorher als Kameramann gearbeitet hatte, übernahmen das Filmen meist selber. Neben dem Film ist auch ein Reisemagazin entstanden, in dem auf 260 Seiten Momentaufnahmen, Gedanken, Bilder und Anekdoten präsentiert werden. Das Reisemagazin wurde im September 2018 mit dem Preis der Stiftung Buchkunst „Die 25 schönsten Bücher 2018“ ausgezeichnet.

Foto: © 2017 Weit GbR

FILMTRAILER





KAVIAR-Kaviar Kaviar

KAVIAR

Mittwoch, 10. 07. (dF) | ca. 21.15 Uhr am Pfarrplatz
Regie: Elena Tikhonova, Österreich, 2019, 90 min.

Culture-Clash-Gangsterkomödie, in der die austrorussische Regisseurin Elena Tikhonova mit Stereotypen spielt und männlichem Größenwahn mit viel Humor eine gehörige Lektion erteilt.

Der russische Oligarch Igor ist der Meinung, dass man mit Geld alles kaufen kann. Und weil er sich in die Schwedenbrücke in Wien verliebt hat, hat er sich in den Kopf gesetzt, genau auf diese Brücke ein Haus zu bauen. Es soll eine bunte Mischung aus großen architektonischen Vorbildern werden, irgendetwas zwischen Ponte Vecchio in Florenz und einem luxuriösen Hundertwasser-Schloss.
Davor müssen aber noch ein paar Stadträte bestochen und die Donaukanalisierung vorangetrieben werden. Klingt unmöglich? Nicht für Igor, denn für Geld machen die meisten Menschen ziemlich viel, vor allem käufliche Stadträte, Immobilienhaie und andere Verbrecher.

So bieten der zwielichtige Klaus (Georg Friedrich) und sein durchtriebener Anwalt (Simon Schwarz) Igor ihre Dienste an, schmieden aber heimlich den Plan, sich mit möglichst viel Geld aus dem Staub zu machen. Auch
Nadja, Igors Dolmetscherin und rechte Hand, wittert ihre Chance auf ein sorgenfreies Leben. Als sie Verstärkung von ihrer besten Freundin Vera und von Teresa, der Nachhilfelehrerin ihrer Kinder bekommt, nimmt die turbulente Komödie ihren Lauf und entpuppt sich als äußerst amüsante Jagd nach dem vermeintlichen Glück.

Die mafiösen Methoden des Oligarchen, der zwar kultiviert tut, aber auch ziemlich brutal werden kann, stehen der Vetternwirtschaft korrupter österreichischer Politiker und halbseidener Gangster gegenüber:
Was Menschenschlag und Geldgier betrifft, unterscheiden sich die einen in keiner Weise von den anderen.

Foto: © 2019 Thimfilm GmbH







WACKERSDORF-Wackersdorf Wackersdorf Zoom

WACKERSDORF

Donnerstag, 11. 07. (dF) | 18.30 Uhr im Pfarrsaal
Regie: Oliver Haffner, Deutschland, 2018, 122 min.

Ein spannender Politkrimi und eine Lektion in Zivilcourage und Bürgerengagement.

In den 1980er-Jahren plant die bayerische Staatsregierung die Errichtung einer nuklearen Wiederaufbereitungsanlage (WAA) in der Gemeinde Wackersdorf.
Dem Landkreis Schwandorf mit seinen steigenden Arbeitslosenzahlen soll dadurch ein wirtschaftlicher
Aufschwung beschert werden. SPD-Landrat Hans Schuierer (Johannes Zeiler) steht politisch unter Druck; er soll Perspektiven für die Bevölkerung schaffen. Daher ist er zunächst von der Idee zum Bau der WAA begeistert und ignoriert vereinzelte Proteste. Aber als der Freistaat Bayern ohne rechtliche Grundlage mit Gewalt gegen Proteste einer Bürgerinitiative vorgeht, die sich für den Schutz der Natur in ihrer Heimat einsetzt, beginnt Schuierer langsam zu zweifeln und fängt an, Nachforschungen anzustellen, ob die Anlage wirklich so harmlos ist, wie von der Strauß-Regierung behauptet wird.

Da er für die Bauanträge seine Zustimmung geben muss, sieht er sich in einer starken Position. Wegen seiner freien Meinungsäußerung und der Weigerung, seinen Namen für das Projekt herzugeben, wirft man ihm jedoch einen „Sabotageversuch“ vor. Schließlich bringt die bayerische Landesregierung ein Gesetz durch, das noch heute gilt und die Landesräte entmachtet, die sogenannte „Lex Schuierer“, woraufhin sich die örtliche SPD und der Bürgermeister von Schuierer abwenden ...

Die Dreharbeiten zum Film, der bis in die kleinste Nebenrolle gut besetzt ist, fanden an Originalschauplätzen im Landkreis Schwandorf und in München statt. Es werden Originalfilmszenen von den Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gezeigt.

Foto: Filmladen Filmverleih © Erik Mosoni Photography







DER FLOHMARKT VON MADAME CLAIRE-Der Flohmarkt von Madame Claire Der Flohmarkt von Madame Claire Zoom

DER FLOHMARKT VON MADAME CLAIRE

Donnerstag, 11. 07. (dF) | ca. 21.15 Uhr am Pfarrplatz
Regie: Julie Bertuccelli, Frankreich, 2018, 94 min., ab 16!

Mit Eleganz, Sinnlichkeit und der ihr eigenen Klasse verkörpert die 75-jährige Catherine Deneuve hier an der Seite ihrer Tochter die Patronne eines großen Hauses und zeigt, wie schwer es ist, sich von Herzensdingen zu trennen.

Madame Claire (Catherine Deneuve) wacht an einem wunderschönen Sommertag in einem kleinen französischen Dorf auf und ist überzeugt davon, dass heute ihr letzter Tag auf Erden sei. Daher beschließt sie, ihr gesamtes Hab und Gut im Garten ihres großzügigen Landhauses zu verkaufen, von wertvollen Uhren und lieb gewonnenen Antiquitäten bis hin zu handgefertigten Unikaten. Wenn sich schon ihre Erinnerungen immer mehr verflüchtigen, dann benötigt sie auch ihre ans Herz gewachsenen Möbel und Sammlerstücke nicht mehr, denkt Claire, und das gesamte Dorf kommt bei diesem außergewöhnlichen Flohmarkt auf seine Kosten.

Da kehrt, von einer alten Freundin alarmiert, Claires Tochter Marie (Chiara Mastroianni) zum ersten Mal seit 20 Jahren in ihr Elternhaus zurück. Und sie scheint nicht das einzige Gespenst aus der Vergangenheit zu sein, das die exzentrische Claire heimsucht: Mit jedem Erinnerungsstück begegnet sie einem Echo ihres bisherigen Lebens, und sie gerät auf eine aufregende Reise ins Herz der vergangenen Zeit.

Der Flohmarkt von Madame Claire ist die Verfilmung eines Romans von Lynda Rutledge.
Die Regisseurin: „Der Roman erzählt über Vieles, das mich bewegt: Die komplexe Beziehung zwischen Mutter und Tochter; die Toten, die uns verfolgen; die Dinge und Möbel, die uns überfluten und uns als Ersatzerinnerungen dienen; die Geheimnisse und das Nichtgesagte in Familien; das Ende des Lebens, das uns auflauert; die Erinnerung, die uns ausmacht und gefangen hält, und das Vergessen, das uns traurig macht, uns aber auch befreit und erleichtert.“

Der Film ist ein Muss für begeisterte Sammler und notorische Flohmarkt-Besucher!

Foto: Filmladen Filmverleih







GRÜNER WIRD´S NICHT, SAGTE DER GÄRTNER UND FLOG DAVON-Grüner wird´s nicht, sagte der Gärtner und flog davon Grüner wird´s nicht, sagte der Gärtner und flog davon Zoom

GRÜNER WIRD´S NICHT, SAGTE DER GÄRTNER UND FLOG DAVON

Freitag, 12. 07. (dF) | 18.30 Uhr im Pfarrsaal
Regie: Florian Gallenberger, Deutschland, 2018, 116 min.

Die feinfühlige Komödie erzählt von unerfüllten Träumen, mutigen Entscheidungen und der außergewöhnlichen Kraft des Herzens, die es erfordert, große Hürden zu überwinden.

Schorsch (Elmar Wepper) ist Gärtner in einer bayerischen Kleinstadt. Seine Geschäft steht kurz vor der Pleite, obwohl er täglich in dem Betrieb schuftet, und die Ehe mit seiner Frau Monika (Monika Baumgartner) liegt auch in den letzten Zügen. Als Schorsch eines Tages Ärger mit dem Chef eines lokalen Golfplatzes hat und ihn dieser nicht bezahlen will, droht ihm endgültig der Ruin. Eines Tages steht dann wirklich der Gerichtsvollzieher vor der Tür und will das alte, rostige Propellerflugzeug pfänden, mit dem Schorsch so gern in den Himmel fliegt, um seine Sorgen zu vergessen und sich frei zu fühlen! Da steigt er kurzerhand in sein Flugzeug und fliegt mit der Maschine davon, ohne zu wissen wohin.

Es beginnt eine Reise, die ihn an unbekannte Orte führt und ihm allerlei skurrile und außergewöhnliche Begegnungen beschert. Und langsam begreift Schorsch, dass er an seinen Träumen vorbei gelebt hat, und er spürt, dass er sich dem Leben öffnen muss, bevor es zu spät ist.

„Ein rührender Trip der luftigen Art – mit ungewöhnlichen Freundschaften und atemberaubenden Bildern. Eine zauberhafte Tragikomödie ohne Poesiealbumkitsch. Und mit einem wunderbaren Elmar Wepper.“
STERN

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des Schauspielers Jockel Tschiersch, der selbst auch einen Cameo-Auftritt im Film hat. Der Regisseur Florian Gallenberger, der auch am Drehbuch für den Film mitgearbeitet hat, gewann 2001 mit dem Abschlussfilm seines Studiums einen Oscar in der Kategorie Kurzfilm.
Das im Film gezeigte rote Propellerflugzeug ist eine Platzer Kiebitz, ein zweisitziges Ultraleichtflugzeug.

Foto: © Mathias Bothor/Majestic







WIE GUT IST DEINE BEZIEHUNG?-Wie gut ist deine Beziehung? Wie gut ist deine Beziehung?

WIE GUT IST DEINE BEZIEHUNG?

Freitag, 12. 07. (dF) | ca. 21.15 Uhr am Pfarrplatz
Drehbuch u. Regie: Ralf Westhoff, Deutschland, 2019, 116 min.

Steve (Friedrich Mücke) ist seit fünf Jahren mit Carola (Julia Koschitz) zusammen. Die beiden gehen liebevoll und vertraut miteinander um, sie sind ein eingespieltes Team. Aber dann muss Steve mit ansehen, wie sein Freund Bob aus heiterem Himmel von seiner Freundin verlassen wird, die sich ausgerechnet dem zwar gut aussehenden, aber doch um einiges älteren Tantra-Lehrer Harald zuwendet. Kleine, fiese Zweifel beginnen an Steve zu nagen: Ist Carola wirklich glücklich mit ihm? Und widmen sie sich und ihrer Beziehung auch genügend Achtsamkeit?

Steve versucht, sein Problem zu lösen, indem er sich um Selbstoptimierung bemüht. Er merkt nicht, dass zu großes Bemühen kontraproduktiv ist und Misstrauen schürt. Schließlich treibt er es so weit, dass Carola ihren Liebsten nicht wieder erkennt, und sich, beraten von ihrer Freundin, nun ihrerseits zu Veränderungen entschließt. Die Turbulenzen nehmen ihren Lauf ...

In bester Screwball-Manier versucht das wunderbare und witzige Ensemble herauszufinden, was eine gute Beziehung ausmacht – allen voran die wie immer fabelhafte Julia Koschitz, die sich famos durch das emotionale Chaos spielt.

„Screwball-Comedy kann hierzulande kaum einer, der Westhoff schon. Ein gelungenes Kino-Vergnügen!“
Programmkino.de

„Ein Film, der wunderbar unterhält und an Woody Allen und an die feinfühligen Komödien von Eric Rohmer erinnert.“
Filmstarts.de

Foto: Polyfilm Filmverleih







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